Zertifikat

Der Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung hat in den Bereichen Wassergewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser ein Energiemanagementsystem eingeführt und wendet dieses wirksam an.

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Weltwassertag am 22.03.2014

Hier schlägt sozusagen das Herz des Verbandes. Hinter den Mauern des Wasserwerkes in Kleinenzhof befindet sich auch die Leitwarte der Schwarzwaldwasserversorgung.
Hier schlägt sozusagen das Herz des Verbandes. Hinter den Mauern des Wasserwerkes in Kleinenzhof befindet sich auch die Leitwarte der Schwarzwaldwasserversorgung.

Schwarzwaldwasser heißt Schwarzwald leben

Zweckverband sorgt seit 118 Jahren für zuverlässige Versorgung mit sauberem Trinkwasser

Die Tragweite jener Ereignisse, die vor 118 Jahren zur Gründung des heutigen Zweckverbandes Schwarzwaldwasserversorgung führten, konnten dessen Gründer im Jahre 1896 noch nicht absehen. Allein die Kontaktaufnahme, Gespräche und Verhandlungen mit Gemeinden jenseits des eigenen Berges waren in einem Zeitalter, in dem es weder Internet noch öffentlichen Personennahverkehr  gab, bereits eher abenteuerlich.
Die Zeit aber war gekommen, um die Wasserversorgung der Gemeinden zentral zu organisieren. In großen Städten wie Stuttgart oder Heilbronn kam das Wasser bereits aus der Leitung – zuverlässig, kontinuierlich, sauber. In den ländlichen Regionen sah das anders aus. Hier gewannen die Einwohner ihr Trinkwasser aus eigenen Brunnen, aus Bächen und Zisternen oder aus künstlichen Wasserfassungen, wie Feuerlöschteichen und ähnlichen Anlagen. Allerdings gab es auch zu jener Zeit schon vereinzelt Wasserversorgung über sogenannte Teuchelleitungen, die aus hohlen Baumstämmen bestanden.

Aus der Verbandsgeschichte

Die Idee zur Errichtung einer zentralen Wasserversorgung wurde freilich nicht in einer der 11 Gemeinden geboren, die am 28. Juli 1896 den „Gemeindeverband Schwarzwald-Wasserversorgung“ gründeten. Der Anstoß dazu kam derweil aus der Tatsache, dass bereits seit 1870 auf der Alb, dem Heuberg, dem Härtsfeld und im Aalbuch Wasserversorgungsgruppen gebildet wurden und seit Jahren erfolgreich arbeiteten.
So schlossen sich nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen insgesamt „11 Gemeinden mit 2786 Seelen“ aus den Oberämtern Calw und Nagold zum Gemeindeverband Schwarzwald-Wasserversorgung zusammen. Es war die Geburtsstunde des heutigen Zweckverbandes Schwarzwaldwasserversorgung.
Auch wenn der Zweckverband heute zu den leistungsfähigen, modernen und hervorragend aufgestellten Wasserversorgern Baden-Württembergs zählt, ist man sich seiner Geschichte und der Leistungen der Gründungsväter stets bewusst. So wird beispielsweise immer wieder darauf verwiesen, dass „vom damaligen Staatstechniker für das öffentliche Wasserversorgungswesen, Oberbaurat Ehmann, über den Calwer Oberamtmann, Regierungsrat Völter sowie von vielen weiteren Pionieren der Schwarzwald-Wasserversorgung keine Mühen gescheut wurden, die damaligen Entscheider in den Städten und Gemeinden von der Notwendigkeit und dem Segen einer guten Wasserversorgung in Haus und Hof zu überzeugen. Sowohl die Gedenktafel von 1911 am Pumpwerk Kälbermühle als auch die Übersichtskarte des Verbreitungsgebiets im Jahr 1904 erinnern an die Verdienste der Begründer dieser „regionalen Wasserverbundenheit“, die auch heute im Einklang mit den Bedürfnissen von Mensch und Natur harmoniert.“

Schwarzwaldwasserversorgung im 21. Jahrhundert

Auch heute noch stellen die Trinkwasserversorgung und die Sicherstellung der hervorragenden Qualität Herausforderungen dar, denen sich der Verband in seinem Gebiet im nördlichen Schwarzwald verpflichtet fühlt und sich ihnen stellt. Als Zweckverband steht er letztendlich für interkommunale Zusammenarbeit und gebündelte Leistungsfähigkeit bei der zuverlässigen Versorgung mit Wasser.
Insgesamt 20 Städte und Gemeinden partizipieren heute als Mitglieder am Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung, davon 19 im Landkreis Calw und eine Kommune im Enzkreis.
Grundsätzlich unterscheiden sich die vom Verband wahrgenommenen Aufgaben kaum von denen der rund 1300 anderen Wasserversorgungsverbände des Landes Baden-Württemberg. Die Qualität des Trinkwassers steht neben der hohen Versorgungssicherheit aller angeschlossenen Mitglieder im Zentrum aller Bemühungen. Moderne Technik, die akribisch gewartet und gepflegt wird, zählt ebenso dazu, wie ein ausreichend dimensioniertes Versorgungsnetz und alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Wassergewinnung.

„Paradiesische „ Voraussetzungen

Dennoch gibt es einige Merkmale, die dem Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung eine Sonderstellung verleihen. Das Verbandsgebiet befindet sich in einem von dichten Wäldern behüteten Wasserparadies. Boden und Gestein wirken als natürliche Filter und sorgen nicht nur für eine besondere Reinheit des Wassers, sondern auch für eine besonders optimale Zusammensetzung und eine natürliche Weichheit:
Der Härtebereich beispielsweise beträgt nur 3,0 Grad deutscher Härte. Ein Nitratgehalt von 5 mg/l, ein Urananteil von weniger als 0,1µg/l, ein Magnesiumgehalt von rund 7mg/l und ein Natriumvorkommen von 3mg/l unterstreichen die außerordentlich hohen Qualitätsmerkmale des Schwarzwaldwassers.
Obwohl es nahezu ausschließlich aus oberflächennahen Quellen gewonnen wird, durchläuft das Wasser einen einzigartigen, natürlichen Filtervorgang durch den geschützten und düngemittelfreien Boden des Schwarzwaldes und die Buntsandsteinschichten. Auf diese Weise gewinnt der Verband bereits an seinen Quellen natürlich reines Rohwasser.
Zum Schutz dieses natürlichen Gutes ist es zudem erforderlich, die Wasserentnahme zu regulieren. So werden seitens des Gesetzgebers sogenannte Wasserrechte vergeben. Demnach kann der Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung an seinen Quellfassungen folgende Entnahmen vornehmen:

Martinsbrunnen: 25,0 l/s
Babelesbrunnen/Hirschbrunnen: 18,0 l/s
Kleinenztalquelle Vordere und Hintere: 17,3 l/s
Kälberquelle: 23,0 l/s
Landheuer-Quellen: 21,9 l/s

Die genutzten Wasserrechte des Verbandes belaufen sich auf rund 105,2 Liter pro Sekunde. Zudem verfügt der Verband mit dem Tiefbrunnen in Weil der Stadt über eine Notreserve von 40 Litern pro Sekunde. Angesichts des täglichen Wasserbedarfs eines baden-württembergischen Haushaltes von derzeit durchschnittlich 115 Litern ist die Schwarzwaldwasserversorgung bestens aufgestellt, um den Wasserbedarf seiner Mitglieder sowohl qualitativ als auch quantitativ jederzeit zuverlässig erfüllen zu können.
Insgesamt werden in rund 60 Gemeinden etwa 50000 Einwohner mit Wasser versorgt und diese Versorgung über die zentrale Leitwarte permanent überwacht.
Der Zweckverband Schwarzwaldwasserversorgung hätte sich in den zurückliegenden 118 Jahren nicht so hervorragend entwickelt, wenn es nicht stets auch zum unternehmerischen Leitbild gehört hätte, mit Visionen im Geiste nach vorn zu schauen. Das gilt heute umso mehr.

Die Mitglieder der Schwarzwaldwasserversorgung

  • Altensteig    
  • Althengstett
  • Bad Liebenzell
  • Bad Wildbad
  • Bad Teinach-Zavelstein
  • Calw
  • Ebhausen
  • Engelsbrand
  • Enzklösterle
  • Nagold
  • Neubulach
  • Neuweiler
  • Oberreichenbach
  • Ostelsheim
  • Schömberg
  • Simmersfeld
  • Unterreichenbach
  • Wildberg
  • ZV IKG Würzbacher Kreuz
  • Wasserwerksverband Liebelsberg